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Lehrgänge für einen horizontalen Laufbahnwechsel gemäß § 21 Landesbeamtengesetz

Gruppe 3: Haupt- und Werkrealschullehrkräfte, die an Gemeinschaftsschulen in der Sekundarstufe I eingesetzt sind, sowie Haupt- und Werkrealschullehrkräfte, die ab dem auf den Beginn ihrer Qualifizierung folgenden Schuljahres an Realschulen oder an Gemeinschaftsschulen in der Sekundarstufe I nicht nur vorübergehend eingesetzt werden

Bewerbungskriterien für den Lehrgang der Gruppe 3

Für diesen Lehrgang können sich Haupt- und Werkrealschullehrkräfte bewerben, die bereits in der Sekundarstufe I der Gemeinschaftsschule derzeit überwiegend unterrichten (gemessen an der individuell festgesetzten, wöchentlichen Unterrichtsverpflichtung) oder im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre unterrichtet haben und voraussichtlich dauerhaft an der Schulart verbleiben. Teilnehmen können zudem Rektoren/ Rektorinnen und Konrektoren/ Konrektorinnen, die ihre Tätigkeit überwiegend in der Gemeinschaftsschule erbringen und voraussichtlich dauerhaft an der Schulart verbleiben. Bei Schulleitungen werden die Schulleitungszeit und der Unterricht als Tätigkeit in der Sekundarstufe I an der Gemeinschaftsschule anerkannt.

Bewerbungskriterien für Lehrkräfte im außerschulischen Bereich

Bewerben können sich auch Haupt- und Werkrealschullehrkräfte, die für das Verbundlehramt Grund- und Hauptschule ausgebildet wurden und

  • die seit mindestens einem Jahr als Fachberater Unterrichtsentwicklung oder Fachberater Schulentwicklung überwiegend für die Schulart Gemeinschaftsschule eingesetzt sind
  • die seit mindestens einem Jahr in der Schulaufsicht überwiegend für die Schulart Gemeinschaftsschule eingesetzt sind
  • die seit mindestens einem Jahr insbesondere in der Schulverwaltung am Landesinstitut für Schulentwicklung, Landesinstitut für Schulsport, Schulkunst und Schulmusik, Landesmedienzentrum, der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen oder der Akademie Schloss Rotenfels überwiegend für die Schulart Gemeinschaftsschule eingesetzt sind.

Voraussetzung für die Bewerbung für diesen Personenkreis ist eine aktuelle dienstliche Beurteilung mit mindestens der Note 2,0 bzw. im außerschulischen Bereich mit 7 Punkten.

Auswahlverfahren

Um die teilweise mehrjährigen Erfahrungen in der Schulart und den damit erworbenen beruflichen Kompetenzerwerb der einzelnen Lehrkräfte zu honorieren, soll aufgrund der in den einzelnen Durchgängen begrenzten Anzahl der zur Verfügung stehenden Plätze denjenigen Lehrkräften Vorrang eingeräumt werden, die am längsten in der Schulart eingesetzt sind.

Für den zweiten Durchlauf der Gruppe 3 werden daher im Rahmen des zur Verfügung stehenden Kontingents nur diejenigen Haupt- und Werkrealschullehrkräfte in das Auswahlverfahren für die Teilnahme an dem Lehrgang einbezogen, die an GMS derzeit überwiegend in der Sek. I (nicht in der Primarstufe) unterrichten (gemessen an der individuell festgesetzten, wöchentlichen Unterrichtsverpflichtung) oder im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre unterrichtet haben und voraussichtlich dauerhaft an der GMS verbleiben und zudem ab 15. September 2014 oder früher an GMS eingesetzt waren (ein Einsatz in einer Klasse der auslaufenden WRS ist nicht ausreichend).

Bei der Auswahlentscheidung sollen bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung Lehrerinnen bevorzugt zugelassen werden, soweit Frauen nach dem jeweils geltenden Chancengleichheitsplan unterrepräsentiert sind und nicht in der Person des Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. Schwerbehinderte und gleichgestellte Lehrkräfte werden beim Vorliegen insgesamt gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt zugelassen, auch wenn einzelne Eignungsmerkmale behinderungsbedingt schwächer ausgeprägt sind.

Einrichtung eines Sonderkontingents

Im Rahmen des Lehrgangs für Gruppe 3 wird zudem ein Sonderkontingent im Umfang von maximal 10 % eingerichtet, dem HS/WRS-Lehrkräfte angehören, die ab dem auf den Beginn des Lehrgangs folgenden Schuljahr an GMS in der Sekundarstufe I bzw. an Realschulen nicht nur vorübergehend eingesetzt werden. Zu diesem Sonderkontingent zählen auch Rektorinnen/ Rektoren und Konrektorinnen/ Konrektoren, die ab dem auf den Beginn des Lehrgangs folgenden Schuljahr nicht nur vorübergehend an GMS eingesetzt werden.

Hier sollen diejenigen Lehrkräfte in das Auswahlverfahren für die Teilnahme an dem Lehrgang einbezogen werden, die derzeit in den letzten beiden Schuljahren, ggf. aber auch nur im letzten Schuljahr, in einer auslaufenden Haupt- und Werkrealschule eingesetzt sind, die voraussichtlich in absehbarer Zeit in der Sek. I der GMS bzw. der RS eingesetzt werden müssen und die eine Erklärung abgeben, dass sie an der Sek. I der GMS bzw. der RS dauerhaft eingesetzt werden möchten. Gleiches gilt für Rektoren/ Rektorinnen und Konrektoren/ Konrektorinnen, die an GMS eingesetzt werden möchten.

Konzeption des Lehrgangs

Der Lehrgang besteht aus einer pädagogischen Schulung an den Staatlichen Seminaren für Didaktik und Lehrerbildung (Werkreal-, Haupt- und Realschule) und einer Einführung in die neue Laufbahn. Für Lehrkräfte, die bereits an einer GMS in der Sek. I eingesetzt sind, dauert der Lehrgang ein Jahr.

Für Lehrkräfte, die erst perspektivisch an GMS oder Realschulen eingesetzt werden, findet die pädagogische Schulung in der Regel noch während der Tätigkeit an der Haupt- und Werkrealschule statt. Der Lehrgang endet mit dem Ende des Einführungsjahres. Das Einführungsjahr bei dieser Personengruppe beginnt mit dem Wechsel an die Zielschulart (z.B. Realschule oder Gemeinschaftsschule).

Die pädagogische Schulung umfasst zwei schulrechtliche und sechs fachdidaktische Module in einem der von der Lehrkraft studierten Fächer und wird im Blended-Learning-Format (Präsenzveranstaltungen mit Selbstlernphasen) durchgeführt. Sie beinhaltet zwei Prüfungen (fachdidaktisches Kolloquium und unterrichtspraktische Prüfung). Fünf Module finden in der unterrichtsfreien Zeit statt (1 Modul Schulrecht, 4 Module Fachdidaktik).

Die erfolgreiche Teilnahme an der pädagogischen Schulung und die erfolgreiche Einführung in die neue Laufbahn sind Voraussetzung für den Erwerb der Laufbahnbefähigung für das Lehramt Werkreal-, Haupt- und Realschule (WHRPO II). Für die Teilnahme am Lehrgang wird keine Anrechnung auf das Deputat gewährt.

Reisekosten werden gemäß der Regelungen in den § 22 in Verbindung mit § 23 Landesreisekostengesetz zu 50 % erstattet und über die SSDL WHRS abgerechnet.

Mit dem Lehrgang soll im Laufe des 1. Schulhalbjahres 2018/2019 begonnen werden.

Bewerbungsverfahren für die Gruppe 3

Die Ermittlung und Feststellung, ob Lehrkräfte die Voraussetzungen für eine Bewerbung für die einzelnen Lehrgänge erfüllen, obliegt den Regierungspräsidien (als zuständige Dienstvorgesetzte). Lehrkräfte können sich mithilfe eines Bewerbungsformulars um die Teilnahme am Lehrgang für einen horizontalen Laufbahnwechsel bewerben. Jeder Bewerbung ist u.a. eine aktuelle dienstliche Beurteilung und eine Mehrfertigung des Anschreibens des Regierungspräsidiums hinsichtlich der Feststellung der Bewerbungsvoraussetzungen beizufügen.

Für Lehrkräfte, die ein Schreiben des Regierungspräsidiums erhalten haben, ist folgendes elektronische Anmeldeverfahren vorgesehen:
Ab 1. März 2018 steht über die Internetplattform für Lehrkräfte in Baden-Württemberg (www.lehrer-online-bw.de) unter der Überschrift Fortbildung/Aufstieg ein elektronisches Anmeldeverfahren für die Lehrgänge für einen horizontalen Laufbahnwechsel zur Verfügung.
Lehrkräfte bewerben sich über lehrer-online-bw.de für die Teilnahme am Lehrgang für einen horizontalen Laufbahnwechsel. Im Rahmen des elektronischen Anmeldeverfahrens sind eine aktuelle dienstliche Beur-teilung (von der Lehrkraft oder von der Schulleitung) sowie eine Mehrfertigung des Anschreibens (von der Lehrkraft) hochzuladen. In der Folge wird elektronisch ein Bewerbungsformular erstellt, in dem bereits die Stammdaten der Lehrkraft hinterlegt sind. Die Lehrkraft druckt das Bewerbungsformular aus, unterschreibt es und gibt es weiter an ihre Schulleitung. Das Bewerbungsformular wird dann in der Personalhilfsakte in der Schule abgelegt. Damit ist die Bewerbung abgeschlossen. Eine Weiterleitung der Bewerbung in Schriftform an das zuständige Staatliche Schulamt ist nicht erforderlich.

Eine Bewerbung für den Lehrgang (unter Beifügung der vorgenannten Unterlagen) ist bis zum 15. April möglich.  
Lehrkräfte, die obige Kriterien erfüllen, aber kein Schreiben des Regierungspräsidiums erhalten haben, wenden sich bitte an das zuständige Regierungspräsidium, um den Sachverhalt zu klären. Hilfsweise stehen für diese Lehrkräfte auf lehrer-online-bw.de Bewerbungsvordrucke zum Ausfüllen zur Verfügung.

Auf dieser Internetseite sind auch FAQs eingestellt. Sollten Sie weitergehende Fragen haben, so wenden Sie sich bitte an das zuständige Regierungspräsidium bzw. das zuständige Staatliche Schulamt. Eine Liste der jeweiligen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner ist ebenfalls auf dieser Seite veröffentlicht.

Fragen und Antworten

FAQs zum horizontalen Laufbahnwechsel gemäß § 21 Landesbeamtengesetz

Sollten Sie weitergehende Fragen haben, so wenden Sie sich bitte an das zuständige Regierungspräsidium bzw. das zuständige Staatliche Schulamt. Eine Liste der jeweiligen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner ist auf dieser Seite veröffentlicht.

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