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Einstellung

Zusatzqualifizierung von Gymnasiallehrkräften zum Erwerb der Laufbahnbefähigung für das Lehramt an Grundschulen

Weitere Einstellungschancen für gymnasiale Lehrkräfte

Gymnasiale Lehramtsbewerberinnen und Lehramtsbewerber können sich in den Ausschreibungsphasen Ländlicher Raum (8. bis 19. Februar 2018), Hauptausschreibung (22. März bis 6. April 2018) sowie im Nachrückverfahren (ab 2. Juli 2018; hier als Stelleninformationen der Regierungspräsidien) auf Stellen für Grundschullehrkräfte, die auch für Gymnasiallehrkräfte ausgeschrieben sind, bewerben. 

Voraussetzung für die Bewerbung

Auf diese Stellen können sich Gymnasiallehrkräfte bewerben, die die Lehrbefähigung in mindestens einem Fach der Grundschule haben. Dies sind die Fächer Mathematik, Deutsch, Englisch, Französisch, Sport, Kunst, Musik, evangelische Religionslehre, katholische Religionslehre, Biologie, Chemie, Physik, NWT, Geschichte, Gemeinschaftskunde, Politik / Wirtschaftswissenschaft oder Geographie. Gymnasiallehrkräfte, die keines dieser Fächer nachweisen können, können für diese Maßnahme berücksichtigt werden, wenn sie mindestens ein Schuljahr erfolgreich Vertretungsunterricht an einer Grundschule erteilt haben.
Der Gesamtnotenschnitt in der Zweiten Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien muss mindestens 3,5 betragen.

Die Einstellung von Gymnasiallehrkräften kann nur nachrangig erfolgen, wenn sich keine Grundschullehrkräfte auf die ausgeschriebenen Stellen bewerben.

Erwerb der Laufbahnbefähigung für das Lehramt Grundschule durch eine laufbahnqualifizierende Zusatzausbildung

Gymnasiallehrkräfte können im Rahmen dieser Beschäftigung an Grundschulen neben ihrer bereits vorhandenen Laufbahnbefähigung für das Lehramt für den höheren Schuldienst an allgemein bildenden Gymnasien eine zusätzliche Laufbahnbefähigung für das Lehramt Grundschule erwerben.

Ablauf der Zusatzausbildung

Die Dauer der laufbahnqualifizierenden Zusatzausbildung erstreckt sich auf ein Jahr und findet während der Beschäftigung an einer Grundschule statt. Von Beginn an finden pädagogische Schulungen berufsbegleitend nach einer konzentrierten Grundqualifizierung an 15 Ausbildungstagen im Blended-Learning-Format statt. Durchgeführt wird die pädagogische Schulung durch die Staatlichen Seminare für Didaktik und Lehrerbildung (Grundschule). Die Stundenreduktion für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beträgt vier Lehrerwochenstunden für die Zeit der pädagogischen Schulung.

Abschluss

Am Ende der pädagogischen Schulung stehen zwei Überprüfungen der Unterrichtspraxis (eine Stunde davon muss Deutsch oder Mathematik sein) und ein Reflexionsgespräch (45 Min.) zu grundschuldidaktischen Themen (ein pädagogischer Schwerpunkt, ein fachdidaktischer Schwerpunkt) mit Wiederholungsmöglichkeit in entsprechender Anwendung der formellen Prüfungsbestimmungen der Prüfungsordnung für das Lehramt Grundschule (GPO II, 2014).
Am Ende der Qualifizierung an einer Grundschule muss abschließend der Erwerb der Laufbahnbefähigung für das Lehramt Grundschule festgestellt werden. Grundlage dafür sind u. a. zwei Unterrichtsbesuche durch die Schulleitung während der Maßnahme. Die Lehrkraft muss in der Lage sein, die Tätigkeiten einer Lehrkraft mit der Laufbahnbefähigung für das Lehramt Grundschule ausüben zu können.

Beschäftigungsregelungen / Laufbahnbefähigungen / Schulartwechsel

Die ausgewählten Gymnasiallehrkräfte erhalten im Rahmen einer Einstellung an Grundschulen zunächst einen Vertrag als TV-L-Beschäftigte mit der auflösenden Bedingung, dass an der Zusatzqualifizierung teilgenommen und diese auch erfolgreich abgeschlossen wird. Bei erfolgreicher Absolvierung der laufbahnqualifizierenden Zusatzausbildung können die Lehrkräfte - sofern die beamtenrechtlichen Voraussetzungen vorliegen - in ein Beamtenverhältnis auf Probe als Grundschullehrkräfte in Besoldungsgruppe A 12 in den Landesdienst übernommen werden. Die Lehrkräfte haben somit zwei Laufbahnbefähigungen und sind Lehrkräfte mit der Lehrbefähigung für Grundschulen und für das Lehramt für den höheren Schuldienst an allgemein bildenden Gymnasien.

Einstellungszusage

Lehrerinnen und Lehrer mit der Befähigung für das Lehramt an Gymnasien, die sich zusätzlich für das Grundschullehramt qualifizieren und dann auch ein Einstellungsangebot für die Grundschule annehmen, erhalten jetzt zusätzlich eine Einstellungszusage für eine spätere Übernahme als beamtete Lehrkräfte im gymnasialen Lehramt.
Die Einstellungszusage im gymnasialen Lehramt greift nach einer mindestens dreijährigen Tätigkeit im Lehramt an der Grundschule. Unabhängig davon können sie sich jederzeit auf eine Einstellung im gymnasialen Bereich bewerben. Werden sie in einem Einstellungsverfahren an allgemein bildenden Gymnasien, Gemeinschaftsschulen oder beruflichen Schulen berücksichtigt, dann werden sie freigegeben und können an die angestrebte Schulart wechseln. Die Tätigkeit an der Grundschule wird bei einer Bewerbung im Einstellungsverfahren als Zusatzqualifikation angerechnet.

 



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