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Einstellung

Zusatzqualifizierung von Gymnasiallehrkräften zum Erwerb der Laufbahnbefähigung für das Lehramt an Grundschulen

Weitere Einstellungschancen für gymnasiale Lehrkräfte

Mit Beginn des Nachrückverfahrens am 03. Juli 2017 werden Stellen für Grundschullehrkräfte im Rahmen der Stelleninformationen der Regierungspräsidien auch für Gymnasiallehrkräfte ausgeschrieben.

Voraussetzung für die Bewerbung

Auf diese ausdrücklich für Lehrkräfte mit dem Lehramt Gymnasien ausgeschriebenen Stellen an Grundschulen können sich Gymnasiallehrkräfte bewerben, die die Lehrbefähigung in zwei Fächern der Grundschule haben. Dies sind Mathematik, Deutsch, Englisch, Französisch, Sport, Kunst, Musik, evangelische Religionslehre, katholische Religionslehre, Biologie, Chemie, Physik, NWT, Geschichte, Gemeinschaftskunde, Politik / Wirtschaftswissenschaft oder Geographie. Der Gesamtnotenschnitt in der Zweiten Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien muss mindestens 3,5 betragen.

Erwerb der Laufbahnbefähigung für das Lehramt Grundschule durch eine laufbahnqualifizierende Zusatzausbildung

Gymnasiallehrkräfte können im Rahmen dieser Beschäftigung an Grundschulen neben ihrer bereits vorhandenen Laufbahnbefähigung eine zusätzliche Laufbahnbefähigung für das Lehramt Grundschule erwerben.

Ablauf der Zusatzausbildung

Die Dauer der laufbahnqualifizierenden Zusatzausbildung erstreckt sich auf insgesamt zwei Jahre und findet während der Beschäftigung an einer Grundschule statt. Ab dem ersten Jahr finden pädagogische Schulungen berufsbegleitend nach einer konzentrierten Grundqualifizierung an 15 Ausbildungstagen im Blended-Learning-Format statt. Durchgeführt wird die pädagogische Schulung durch die Staatlichen Seminare für Didaktik und Lehrerbildung (Grundschule). Die Stundenreduktion für die Teilnehmer beträgt vier LWS für die Zeit der pädagogischen Schulung.

Abschluss

Am Ende der pädagogischen Schulung stehen zwei Überprüfungen der Unterrichtspraxis (eine Stunde davon muss Deutsch oder Mathematik sein) und ein Reflexionsgespräch (45 Min.) zu grundschuldidaktischen Themen (ein pädagogischer Schwerpunkt, ein fachdidaktischer Schwerpunkt) mit Wiederholungsmöglichkeit in entsprechender Anwendung der formellen Prüfungsbestimmungen der Prüfungsordnung für das Lehramt Grundschule (GPO II, 2014).
Am Ende der zweijährigen Tätigkeit an einer Grundschule muss abschließend der Erwerb der Laufbahnbefähigung für das Lehramt Grundschule festgestellt werden. Grundlage dafür sind u. a. zwei Unterrichtsbesuche durch die Schulleitung während der Maßnahme. Die Lehrkraft muss in der Lage sein, die Tätigkeiten einer Lehrkraft mit der Laufbahnbefähigung für das Lehramt Grundschule ausüben zu können.

Beschäftigungsregelungen / Laufbahnbefähigungen / Schulartwechsel

Die ausgewählten Gymnasiallehrkräfte erhalten im Rahmen einer Einstellung an Grundschulen zunächst einen Vertrag als TV-L-Beschäftigte mit der auflösenden Bedingung, dass an der Zusatzqualifizierung teilgenommen und sie auch erfolgreich abgeschlossen wird. Bei erfolgreicher Absolvierung der laufbahnqualifizierenden Zusatzausbildung können die Lehrkräfte - sofern die beamtenrechtlichen Voraussetzungen vorliegen - in ein Beamtenverhältnis auf Probe als Grundschullehrkräfte in Besoldungsgruppe A 12 in den Landesdienst übernommen werden. Die Lehrkräfte haben somit zwei Laufbahnbefähigungen und sind Lehrkräfte mit der Lehrbefähigung für Grundschulen und für das Lehramt für den höheren Schuldienst an allgemein bildenden Gymnasien.

Ein Wechsel von der Grundschule ins gymnasiale Lehramt an allgemein bildenden Gymnasien oder Gemeinschaftsschulen ist allerdings nur über eine Bewerbung und Auswahl für den gymnasialen Bereich im Rahmen des Einstellungsverfahrens möglich. 

Im Blick auf einen eventuellen Wechsel in die gymnasiale Laufbahn muss dort grundsätzlich auch wieder eine Probezeit absolviert werden.

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