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Einstellung

Bewerberinnen und Bewerber aus anderen Bundesländern und dem Ausland

1. Lehrerinnen und Lehrer aus anderen Bundesländern

Lehrereinstellungsverfahren

Wenn Sie eine abgeschlossene Lehrerausbildung haben, können Sie sich im Lehrereinstellungsverfahren für eine Übernahme in den Schuldienst des Landes Baden-Württemberg bewerben. Dabei können Sie am regulären Hauptauswahlverfahren (Ranglistenverfahren) und zusätzlich dazu an dem schulbezogenen Stellenausschreibungsverfahren teilnehmen. Voraussetzung für die Aufnahme in die Bewerberliste, auf der alle Bewerberinnen und Bewerber geführt werden, ist die Anerkennung Ihrer Ausbildung. Die hierfür zuständigen Behörden sind die Regierungspräsidien (personalführende Behörden der Schulverwaltung) mit folgender Maßgabe:

  • Haben Sie eine Lehrbefähigung im Bereich der Grund- und Haupt-/Werkrealschulen, Realschulen und Sonderpädagogik oder der Primarstufe/Sekundarstufe I, so beantragen Sie beim
    Regierungspräsidium Stuttgart
    Abteilung 7 - Schule und Bildung
    Postfach 10 36 42
    70031 Stuttgart
    die Aufnahme in die Bewerberliste.
     
  • Haben Sie eine gymnasiale Lehrbefähigung, beantragen Sie die Aufnahme in die Bewerberliste bei dem Regierungspräsidium, in dessen Bezirk Sie vorrangig eingestellt werden wollen.
     
  • Haben Sie eine Lehrbefähigung für berufliche Schulen, wenden Sie sich an das
    Regierungspräsidium Tübingen
    Abteilung 7 - Schule und Bildung
    Postfach 2666
    72016 Tübingen.

Die Bewerbung erfolgt online (siehe Menüpunkt Bewerbung Einstellung). Dem Belegausdruck legen Sie die beglaubigten Ablichtungen Ihrer Staatsprüfungen und einen tabellarischen Lebenslauf bei. 

Die Prüfung der Anerkennung der Lehramtsausbildung erfolgt im Rahmen des Bewerbungsverfahrens.

Auch wenn Sie unbefristet als Beschäftigter oder Beamter im Schuldienst eines anderen Landes tätig sind, können Sie am Lehrereinstellungsverfahren teilnehmen. Hierfür benötigen Sie zusätzlich eine Freigabeerklärung Ihrer Schulbehörde, die auf dem Dienstweg im abgebenden Land zu beantragen ist.
Die vom abgebenden Land für unbefristet tarifbeschäftigte Bewerber/innen ausgestellte Freigabe dient in erster Linie den Regierungspräsidien als Information hinsichtlich einer möglichen Auflösung des Arbeitsvertrags im gegenseitigen Einvernehmen bzw. einer termingerechten Kündigung nach den §§ 33 I b) bzw. 34 TV-L. Im Falle einer nicht erfolgten Freigabe nimmt die/der tarifbeschäftigte Bewerber/in dennoch an den Einstellungsverfahren teil. Auf die gesetzlichen Kündigungsfristen wird verwiesen. 
Außerdem weisen wir in dem Zusammenhang auf den KMK-Beschluss zur Übernahme von Lehrkräften aus anderen Ländern (PDF) und die dazugehörige Durchführungsvereinbarung (PDF) hin.

In den Hinweisen zur Lehrereinstellung im Bereich der Grund-, Haupt-/Werkreal-, Real-, Gemeinschaftsschulen sowie sonderpädagogischen Bildungsberatungszentren (PDF) und den Hinweisen zur Lehrereinstellung im Bereich Gymnasien und berufliche Schulen (PDF) finden Sie die wichtigsten Informationen zum Lehrereinstellungsverfahren. 
Eine Karte mit den Einstellungsbezirken für die Lehrereinstellung in Baden-Württemberg steht zum Herunterladen bereit: Karte Einstellungsbezirke (PDF).

Lehreraustauschverfahren (Einigungsverfahren)

Sind Sie unbefristet als Beschäftigter oder Beamter im Schuldienst eines anderen Landes tätig, können Sie einen Wechsel nach Baden-Württemberg auch über das Lehreraustauschverfahren (Einigungsverfahren) herbeiführen. Den Antrag für dieses Verfahren, das insbesondere dem Zweck der Familienzusammenführung dient, stellen Sie bei Ihrer eigenen derzeitigen Schulbehörde. Nähere Informationen hierzu finden Sie im KMK-Beschluss zur Übernahme von Lehrkräften aus anderen Ländern (PDF) und der dazugehörigen Durchführungsvereinbarung (PDF).

Neuberechnung der Stufenzuordnung bei länderübergreifenden Versetzungen und Absenkung der Besoldung

Bei der Versetzung von Lehrkräften aus anderen Ländern nach Baden-Württemberg erfolgt eine Neuberechnung der für die Besoldung relevanten Stufenzuordnung. Dies kann bei der Versetzung von lebensälteren Lehrkräften aus einem anderen Bundesland nach Baden-Württemberg unter Umständen zu einer geringeren Besoldung führen, als die Lehrkraft in dem anderen Bundesland bislang erhalten hat.

Die Höhe des Grundgehalts in den Besoldungsgruppen der Landesbesoldungsordnung A wird nach Stufen bemessen. Das Aufsteigen in den Stufen bestimmt sich nach Zeiten mit dienstlicher Erfahrung (Erfahrungszeiten). Basis für die Einstufung und den Stufenaufstieg sind der tatsächliche Diensteintritt und die Zeiten mit dienstlicher Erfahrung. Der Zeitpunkt der ersten Ernennung in ein Beamtenverhältnis mit Dienstbezügen ist Ausgangspunkt für den Einstieg in die Grundgehaltstabelle (§ 31 Abs. 3 LBesGBW). Eine Festsetzung nach § 31 Abs. 3 Satz 4 LBesGBW ist auch bei Versetzungen in den Dienst eines Dienstherrn im Geltungsbereich des LBesGBW (§ 1 Abs. 1), z.B. aus dem Dienst eines anderen Landes oder des Bundes vorzunehmen.

Im Übrigen wird darauf hingewiesen, dass nach § 23 Landesbesoldungsgesetz BW u. a. bei Beamtinnen und Beamten mit Anspruch auf Dienstbezüge aus einem Eingangsamt der Besoldungsgruppe A 9 und höher für die Dauer von drei Jahren nach Entstehen des Anspruchs die jeweiligen Grundgehälter und Amtszulagen abgesenkt werden. In Besoldungsgruppe A 9 und A 10 beläuft sich die Absenkung auf 4 Prozent, in den anderen Besoldungsgruppen auf 8 Prozent der jeweiligen Grundgehälter und Amtszulagen.
Die Absenkung der Eingangsbesoldung erfasst nicht nur Berufsanfängerinnen und -anfänger sondern es können beispielsweise auch Beamtinnen und Beamte anderer Bundesländer von der Norm betroffen sein, die nach mehrjähriger Tätigkeit in den Landesdienst Baden-Württemberg wechseln. 

2. Lehrerinnen und Lehrer aus dem Ausland

Auch mit einer im Ausland erworbenen Lehrbefähigung können Sie am oben beschrieben Lehrereinstellungsverfahren teilnehmen.

Vor einer Bewerbung müssen Sie beim Regierungspräsidium Tübingen, Abteilung 7 - Schule und Bildung (Postfach 2666, 72016 Tübingen), die Anerkennung Ihrer Lehramtsausbildung beantragen. Hierzu ist die Übersendung von beglaubigten Ablichtungen der Lehramtsprüfungszeugnisse mit Übersetzung und eines tabellarischen Lebenslaufs erforderlich. Für diese Entscheidung wird eine Gebühr festgesetzt. Weitere Informationen zur Anerkennung ausländischer Lehrbefähigungen sind auf der Internetseite des  Regierungspräsidiums Tübingen zusammengefasst.

Mit erfolgter Online-Bewerbung für die Aufnahme in die Bewerberliste und Übersendung der Unterlagen an das zuständige Regierungspräsidium müssen Bewerberinnen und Bewerber ohne Deutsch als Muttersprache die für die Berufsausübung als Lehrkraft in Baden-Württemberg erforderlichen deutschen Sprachkenntnisse nachweisen. Dies erfolgt grundsätzlich mit dem Großen Deutschen Sprachdiplom eines Goetheinstituts (C 2) oder einem auf andere Weise erbrachten gleichwertigen Nachweis und der erfolgreichen Teilnahme an einem Sprachkolloquium. Ohne einen entsprechenden Nachweis ist eine Aufnahme in die Bewerberliste nicht möglich.

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